Konzil der geistigen Kraft

Aus Engonien-Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Das riesige Gebäude aus ehernem Granit ist wohl eines der bekanntesten Gebäude des Landes, zum einen die grösste Magierakademie des Landes, zum anderen Hauptsitz der Magiergilde mit den bestem Ruf. Früher war die Akademie allein den Magiebegabten vorbehalten. Doch durch den Ersuch Corwen Lydians des Leiters der Akademie, wurden die Hallen unlängst allen Wissbegierigen geöffnet. So gilt es beim reichen Bürger oder gar dem Adel in der letzten Zeit als äußerst schick seine Sprösslinge dort unterweisen zu lassen, doch sei gesagt das es erstens sehr teuer ist und zweitens so elitär das unbegabte schon nach zwei Wochen gebeten werden auszutreten um den Lernfluss der anderen nicht zu stören. Ein schwerer Schlag gegen die Würde eines Hauses, andererseits gerade eine Chance besonders zu glänzen. Die Lehrzeit eines Schülers beginnt zumeist mit Vollendung des zehnten Lebensjahres. Es gibt aber auch Schüler die schon wesentlich früher anfangen ihren Geist zu formen. Die Ausbildung umfasst alles was nach Ermessen der Lehrmeister zum Grundwissen gehört. Sicherlich mehr als so mancher in seinem Leben lernt. So stehen auf dem Plan zum einem Lesen und Schreiben, das meisterlich beherrscht werden muss. Sowie fundiertes Wissen in Mathe, Geometrie, Geschichte und Rechtskunde um nur einige zu nennen. Nach 5 Jahren kann man nach erfolgreicher Prüfung sich entscheiden ob man weiterstudiert oder mit einem Zertifikat der Schule ins Leben tritt was gerade denen, die in der Magie unbegabt sind auch angeraten wird. In der weiteren Ausbildung erweitert der Zögling seine Kenntnisse der Magiekunde, Pflanzen-,Gift- und Heilkunde. Sowie Einweisung in der Alchemie. Nach einem Jahr kann sich der Schüler zur Prüfung anmelden, bei der alles Wissen seiner Lehrzeit geprüft wird und der Schüler einer ethisch moralischen Prüfung unterzogen wird. Befinden die Lehrmeister ihn dann für würdig die hohe Kunst der Magie zu erlernen, beginnt der zweite Schritt im Leben des Schülers. Von da an gilt der Schüler als Adept und wird offiziell in die Gilde eingeschrieben und muss nicht länger die Arbeiten der Schüler im Haus verrichten. Es folgt eine Zeit der Selbstfindung, des körperlichen Trainings und der Abhärtung, die so lange beibehalten wird, bis die Gabe des Adepten förmlich aus ihm austritt. In dieser Zeit muss der Zögling sonst nichts lernen. Ist dieser Zustand erreicht wird der Adept in Magietheorie, Ritualkunde und Meditation weiter eingewiesen und darf sich im streng überwachten Rahmen an ersten Zaubern versuchen. Nach mindestens 3 Jahren Ausbildung, die etliche Reisen und Studien fremder Völker enthält kann der Adept mit Empfehlung eines seiner Lehrmeister sich daran machen seinen Lehrschein zu machen ( Meisterprüfung). Von da an steht es ihm frei Forschungsreisen ohne Einwilligung des Vorstehers zu unternehmen und auf eigene Faust zu forschen. Er kann sich theoretisch auch von seiner Gilde trennen, es wird aber dann erwartet, das er einige Dienste für die Akademie verrichtet und muss fürderhin für seine Studien zahlen.

Geldmittel und Aufnahme

Ein jeder kann bei der Akademie vorsprechen sei es ein reicher Händler, oder fahrender Kesselflicker, der seine Kinder irgendwo unterbringen will. Es wird erst einmal jeder angenommen, da sowieso die meisten nicht bleiben. Rein theoretisch kostet die Ausbildung nichts, da die Kinder sie hart erarbeiten, es wird allerdings erwartet, das reiche Familien der Akademie Geldgeschenke überreichen. Außerdem wird die Lehranstalt vom Herrscherhaus Engoniens ehrenhalber unterstützt, was den Löwenanteil der Einnahmen ausmacht. Geld wird andererseits auch von reisenden Magiern oder sonstigen Gelehrten eingenommen die ihr Wissen erweitern wollen.

Die Lehrzeit

In seinem zehnten Lebensjahr beginnt der Schüler mit seiner Ausbildung. Das ist für viele der Kinder ein geradezu traumatisches Erlebnis, da von den Lehrlingen erwartet wird, das sie jegliche Arbeiten die im Haus, oder im riesigen Garten selbst erledigen müssen. Dazu gehört die Arbeit im Gemüsegarten, das Kochen, Putzen und ähnliche Dienste die sich die Lehrmeister einfallen lassen. Es beginnt eine Zeit des emsigen Lernens. Innerhalb kürzester Zeit müssen die Schüler fit in Lesen und Schreiben sein sowie die Grundrechenarten verstehen, hier teilen sich die Wege der meisten Schüler, da nur etwa 40% von ihnen länger als einen Monat bleibt. Der Rest wird gnadenlos durch die Kammern der Akademie gescheucht. Was die meisten Adligen schnell lernen müssen, ist das sie keinerlei Vorrechte haben, nur weil ihre Familie mehr zahlt. Die Disziplinarstrafen die auf solches Verhalten, sowie auf Unbesonnenheit und Agressivität stehen sind sehr streng und führen nicht selten zum Ausschluss aus der Gemeinschaft. Doch sind solche Fälle selten, da die Kinder vorher von ihren Eltern darauf getrimmt werden, da der Statusverlust der Familien sehr gross sein kann. Das gilt im besonderen für die Lydians, Iosas, Ruhracs und Answins, die zu den ältesten Magiergeschlechter Caldriens zählen und deshalb enorm unter Zugzwang stehen. Ist die kritische Zeit nach etwa 3 Monaten überstanden, lernen die Schüler Etikette, Geschichte, Geometrie und Rechnungswesen. Das Wissen der Schüler wird regelmässig geprüft und sie müssen sich für mindestens 2 Fremdsprachen eintragen. Wobei die Sprache der Orks den geringsten Status hat. Die Sprache der Drow hat einen hohen Status ist allerdings sehr verhasst, da der Unterricht von Barcel Lydian gegeben wird, der der unbeliebteste der Lehrkörper ist, weil er sich besonders durch seine gnadenlose Härte sowie durch seine Kompromisslosigkeit hervortut. Nach etwa einem Jahr beginnt auch der Unterricht in Heilkunde, Pflanzenkunde und Giftkunde sowie in der Rechts- und Finanzlehre. Dazu kommen harte Kurse in Selbstverteidigung und Magiekunde. Das den Schülern nur noch den Wunsch nach dem abendlichen Ruhen bleibt. Die wenigen, die nach fünf Jahren übrigbleiben steht dann ihre Prüfung bevor, die sehr schwer ist und nur einmal wiederholt werden kann, bis sich der Schüler verabschieden kann. Allerdings hat der Schüler eine Menge gelernt und kann bei jeder Arbeit gut anfassen und ist für jeden ein guter Start ins Leben. Wer die Prüfung schafft bekommt das Zertifikat der Schule und wird in Zukunft wenig Probleme haben eine Arbeit zu finden. Danach kann sich der Lehrling entscheiden ob er ein Magiestudium anstrebt, oder seiner Wege geht. In dem einjährigen Noviziat vertieft der Schüler sein Wissen in Pflanzen-, Heil- und Giftkunde. Erfährt eine weitere Ausbildung in Magiekunde und wird in die Kunst der Alchemie eingewiesen. Am Ende des Jahres muss der Schüler noch einmal eine Prüfung schreiben die wiederum alles Wissen seiner Lehrzeit umfasst, sowie eine moralische Prüfung. Ist auch diese Hürde genommen wird der Schüler zum Adepten ernannt und von seinen sonstigen Pflichten im Haus entbunden. Es folgt eine Zeit des Fastens, grosser körperlicher Anstengung und inniger Meditation. Ist der Adept schliesslich bereit fängt man an ihn in der Zauberei zu unterweisen. Fächer wie Sphärologie, Magietheorie und Ritualkunde bereichern seinen Stundenplan dann zusätzlich. Ebenfalls wird mit vielen Reisen und Exkursen versucht die erlernte Theorie in die Praxis umzusetzen. Nach mindestens drei Jahren intensiven Studiums kann der Adept dann seinen Lehrschein machen. Dann kann er sich frei seinen Studien widmen und Reisen auf eigene Verantwortung machen, es wird allerdings erwartet, das er seinerseits Lehrlinge unterweist und Wissen für die Akademie zusammenträgt.

Zuständigkeiten

Alle Lehrkörper: Anhalten der Schüler gewissenhaft zu lernen und zu Arbeiten, Bestrafung und Ausschluss von der Schule, Aufsichtspflicht, Aufstellung der Prüfungen in ihren Fächern

Alle Lehrlinge: Gehorsam, Höflichkeit, Wille zum Lernen, Zuverlässigkeit, Arbeiten in Haus, Küche und Garten.

Corwen Lydian: Oberstes Ratsmitglied, Vertretung der Akademieinteressen, Oberste Aufsicht, Ausbildung der Schüler in Geschichte und Magiekunde, Lehrkörper für Allgemeinmagie.

Barcel Lydian: Ratsmitglied, Berater des Königs, Ausbildung der Schüler in Mathematik, Drow, Staatskunde und Alchemie. Lehrkörper für Beherrschungsmagie.

Marfa Lydian: Ratsmitglied, Ausbildung der Schüler in Pflanzen-, Heil- und Giftkunde, Lehrkörper für Heilmagie.

Aytan Lydian: Lehrkörper für Rituale und Meditation.

Erése Lydian: Verwaltung der Bibliothek, Buchführung, Ausbildung der Schüler in Finanz und Rechnungswesen.

Arkon Ruhrac: Ratsmitglied, Ausbildung der Schüler in Elfisch, Orkisch und Zwergisch. Leiter der Selbstverteidigung. Lehrkörper für Kampfmagie.

Viora Ruhrac: Ratsmitglied, Ausbildung der Schüler in Ettikette, Geometrie, Schreiben und Lesen, Lehrkörper für Schutzmagie.

Der Rat

Die Hauptverwaltung der Akademie wird von den Mitgliedern des Rates übernommen. Der Leiter der Akademie Corwen Lydian ist zur Zeit höchster des Rates und trägt alle Entscheidungen. Jedoch hat jedes Mitglied des Rates ein Anhörungsrecht und manchmanl hält sich der Vorsitzende aus den Entscheidungen raus. Dann gibt es meistens Krieg weil die Rivalität der Familien Lydian und Ruhrac mehr als eine Geschichte kennt. Sie blockieren sich gegenseitig und streiten meisst die ganze Nacht durch und Corwen Lydian lässt sich nicht dazu herab den Streit zu schlichten. Ist die Akademie allerdings in Gefahr sind die Entschlüsse des Rates schnell und unerbittlich. Auch übt der Rat gehörige politische Macht aus. So auf den König, den Rat des Landes und auf verschiedenste Händlergilden. Rivalität zu anderen Akademien gibt es nicht, gibt es doch keine Akademie in Engonien die sich mit ihr messen kann.

Corwen und Erése Lydian

Der Leiter der Akademie ist nunmehr vor etwa 75 Jahren auf dem Anwesen der Lydians geboren worden. Er verbrachte eine glückliche Kindheit und wurde wie alle Lydians dann dem Konzil zur Ausbildung übergeben. Es folgte eine harte Zeit, da er körperlich nicht sehr beanspruchbar war, konnte allerdings in den geistigen Disziplinen einiges wettmachen. Nach seiner Schulzeit wurde er Novize und schaffte auch diese Hürde ohne grosse Probleme. Früh wurde sein magisches Talent erkannt und er widmete sich seinem Studium mit grossem Eifer und er hätte es sicherlich vor der Zeit geschafft, wenn nicht Erése gewesen wäre, eine andere Schülerin des Konzils. Mehr und immer mehr wurde seine Aufmerksamkeit von ihr gefesselt und er bekam Probleme im Studium. Doch das wollte ihn nicht kümmern, zu gross war seine Leidenschaft. Er beschäftigte sich oft mit ihr und half ihr beim lernen, wenn immer er konnte. Und auch sie fühlte sich zu ihm hingezogen und von seinem sanften Wesen behütet. Doch es gab einen Unterschied zwischen ihnen, den sie bei aller Liebe nicht tilgen konnten: Sie war eine Iosa, die Familie mit der die Lydian von Alters her verfeindet waren. Sie wussten das es nur Ärger und doch keinen Frieden geben würde. So versuchten sie voneinander los zukommen. Trotz all seiner Qualen schaffte Corwen die Adeptenprüfung und bereitete sich darauf vor Magier zu werden, da musste er mitbekommen, das Erése nicht geeignet war Magierin zu werden da ihr Talent zu klein war und deshalb nach Hause kommen sollte, weil die Iosas die Schmach hart ankam, das eine ihres Geschlechtes nicht geeignet sein sollte die Magie zu erlernen. In dieser Nacht weinte Corwen viele bittere Tränen und er konnte nicht schlafen, so weh war ihm sein Herz. Doch als die Sonne wieder stieg hatte er einen Entschluss gefasst: Er wollte sie ehelichen. Auch wenn er sein Studium gefährdete, konnte er das Licht seines Lebens doch nicht einfach ziehen lassen. So kam er zu ihr und hielt um ihre Hand an. Doch Erése sagte den Tränen nahe das er sie doch nur verhöhnen wollte, weil sie der Magie nicht fähig sei und es wäre doch allbekannt, das die Lydians keine Menschen schwachen Blutes freiten um die Macht ihrer Linie nicht zu gefährden. Als er diese Worte vernahm zuckte er vor ihr zurück und der Schmerz der sein Herz umklammerte kannte keine Grenzen. Doch als sie in seine Augen sah musste sie seinen Schmerz und seine Liebe erkennen und ihr wurde klar das sein Schmerz nicht wie ihrer dem Stolz sondern dem Herzen entsprang. So fragte sie in ihrem Innern noch zweifelnd ob er sie denn wolle wo sie doch nichts wert wäre. Da sprach er das sie mehr wert wäre als alles was er kenne, ob Buch ,ob Zauberei oder seine Familie. So stellten sie sich zusammen um gemeinsam ihren Familien zu trotzen. Und zusammen schafften sie es auch. Valen Iosa der Vater Eréses willigte schließlich ein und der Vater Corwens hatte auch nichts dagegen, da so seiner Meinung nach der Sieg über die Iosas erreicht sei. So gingen sie eines sonnigen Tages den Bund der Ehe ein. Sie studierten beide weiterhin. Corwen lernte schnell und eifrig die Pfade der Magie und Erése kümmerte sich um die Bibliothek und das anfallende Rechnungswesen. Im zweiten Jahr ihrer Ehe gebar Erése einen Sohn, den sie Aytan tauften, und im darauffolgenden Jahr einen zweiten Sohn: Barcel. Kaum 10 Jahre im Amt eines Lehrmeisters wurde Corwen dann zum Vorsteher der Akademie und bis ins hohe Alter behält Corwen noch immer sein sanftes Wesen. Es traf in sehr schmerzlich das Kelodean, der Sohn Barcels im Alter von 11 Jahren spurlos verschwand da der Knabe sein sanftes Wesen geerbt hatte und ein sehr guter Schüler war. Auch beobachtet Corwen sehr misstrauisch den Kampf Barcels und Arkons, die beide einmal Vorsteher werden wollen. Er kann sich jedoch bisher nicht entscheiden meint er doch das er nicht parteiisch werden darf und den redegewandten Arkon eigentlich vom Wesen her lieber hat als seinen kalten herzlosen Sohn. Trotz allem spürt Corwen, das er langsam zu alt wird um die Akademie zu führen. Doch seit Kelodean wieder aufgetaucht ist hat er neuen Willen zum Leben in sich gefunden und fragt sich wo Kelodean gewesen ist und wo er in so kurzer Zeit ein solch mächtiger Magier hat werden können.

Barcel Lydian

Wohl der meistgehasste Lehrmeister des Konzils ist Barcel Lydian, der sein Leben dem Studium der Magie gewidmet hat. Mit unerbittlicher Härte und scheinbar derber Leidenschaftlosigkeit regiert er seine Schüler hart. Er unterrichtet Mathe, Drow, Staatskunde und Alchemie. Außerdem ist er Dozent in der Beherrschungsmagie. Er ist der einzige Sohn von Corwen und Erése Lydian. Scheint allerdings nicht viel von der Milde seines Vaters geerbt zu haben. Nach einer Musterschulzeit im Konzil wurde er Adept und fiel vom ersten Tag durch seine eiserne Willenskraft und sein überragenes magisches Talent auf. Von den anderen Schülern hatte er nur einen Rivalen der ihm in seiner Kunst gewachsen war: Arkon Ruhrac. Sein erklärter Feind. Denn Barcel nimmt anders als Corwen die Verpflichtung seiner Familie gegenüber sehr ernst und kämpft unnachgiebig einen stillen aber harten und ausdauernden Kampf um die Vorherrschaft in der Akademie. Denn er weiss das Corwen nicht ewig leben kann. Und da er sich nicht sicher sein kann, das Corwen ihm zum Leiter des Konzils ernennt, versucht er alles in seiner Macht stehende in Bewegung zu setzen um sein Ziel zu erreichen. Auf der Akademie lernte er auch Marfa Answin kennen, die er zu lieben lernte. Er war ausser sich vor Freude als Marfa ihm mitteilte, dass sie mit seinem Kind schwanger ging. Und im Frühling gebar sie einen Knaben, den sie Kelodean nannten. Er war der ganze Stolz seines Vaters und da er eines Tages seinen Platz in der Akademie einnehmen sollte ließ er ihn schon im Alter von sechs Jahren im Konzil ausbilden. Er war zwar schwächlich aber besass einen so hellen Geist, das er seine Lehrmeister mehr als einmal in Erstaunen versetzte. In dieser Zeit wurde auch Jana geboren, die einzige Tochter die er je haben sollte. Aber sie war ihm nicht ganz so wichtig und er interessierte sich kaum für ihren Lebensweg. Als der Knabe elf Jahre alt war wurde er zum Adepten gekürt und des Vaters Stolz wollte keine Grenzen kennen. Da er über ein ausserordentlich hohes magisches Potential verfügte und seine sonstigen Mitschüler ebenfalls in fast allem überragte zumindestens geistig. Doch musste Barcel zu seiner Trauer feststellen, dass der Junge keinen Zauber schaffte, zu tief war das Talent in ihm verschlossen, das er es nicht schaffte es ans Tageslicht zu förden. Sodann nahm sich Barcel seiner an und in unmenschlichem Training schaffte er es, das Kelodean das Zaubern lernte. Doch der Knabe welkte mit jeder Wunde die ihm sein Vater im Geiste schlug und bald konnte er sich auf nichts mehr konzentrieren. Er entwickelte panische Angst vor seinem Vater denn der Kontakt mit den astralen Ebenen war immer aufs neue ein geradezu körperlicher Schock. Barcel merkte wie ihn das Herz seines Sohnes mehr und mehr verliess, doch er kannte keine Schonung. Kelodean hatte das Amt einzunehmen das er für ihn ebnen würde. Und dafür musste er meisterlich zaubern können um es dieser Ruhrac Brut zu zeigen. Und eines Tages ward Kelodean aus seiner Kammer verschwunden. Barcel ließ die ganze Burg nach ihm absuchen und auch mit seiner Zauberkunst sollte er ihn nicht aufspüren können. Da wurde er sich seiner Schuld bewusst und Gram sollte ihn schier zerreissen, doch er war schon zu weit gegangen. So verbannte er Schuld und Schmerz tief in seinem Herzen… In der folgenden Zeit schaffte es Barcel durch geschickte politische Winkelzüge der Berater des Königs zu werden. So wuchs seine Macht mehr und mehr, doch er sollte seine Freude nicht mehr finden. Mehr und mehr verschloss er sich in sich selbst und wurde noch kälter und unnahbarer als je zuvor. Auch die Hochzeit seiner Tochter Jana mit dem Sprössling von Arkon Ruhrac sollte ihn nicht mehr erschüttern können. Und so geschah es eines Tages, das er von einem Knaben hörte, wohl ein mächtiger Zauberer, der seinem Sohn bis aufs Haar glich. Sofort reiste er zum Königshof und tatsächlich, dieses Gesicht hätte er überall wiedererkannt. Aus dem ängstlichen Knaben, war ein stattlicher Mann geworden, der in kostbare Kleidung gehüllt und mit kostbarsten Gemmen behängt dem König seine Aufwartung machte. Nichts mehr war von dem schüchternen Knaben geblieben. Mit kühler Selbstbeherrschung trat der Jüngling auf ihn zu und begrüsste seinen Vater sehr förmlich. Auch musste Barcel feststellen das der Knabe ihn und alle die er kannte in Engonien in der Zauberkunst bei weitem übertraf. Er wirkte zwar eine andere Magie als er, doch den mächtigen Sprüchen seines Sohnes musste er Respekt zollen. Auf seine Anfragen sagte Kelodean ihm, dass er nicht beabsichtige aufs Konzil zurückzukehren und verschiedene Länder der Welt bereisen müsse. Doch hat sich seit der Begegnung ein Plan in Barcels Kopf verfestigt. Er will Kelodean als Lehrmeister auf dem Konzil, damit er dem Rat beitritt und falls Corwen stirbt, die Mehrheit im Rat zu haben, um sich zum Gildensmeister aufzuschwingen.

Aytan Lydian

In den Gewölben der Burg lebt Aytan der Seher. Er hat sich fast völlig von der Welt abgewandt und verweigert manchmal wochenlang die Nahrungsaufnahme. Er unterrichtet die Adepten in Meditation und ist Dozent auf dem Gebiet der Ritualkunde. Durch den massiven Gebrauch von Rauschkräutern und einem giftigen Sud den er selber kocht und in seinen Ritualen trinkt, stimmt er sich schon jetzt auf die nächste Welt ein. Denn der Körper ist nur ein Gefäß der Wandlungen, wie er selbst sagt. Der Seher wirkt wie ein Wahnsinniger und er soll noch keine Prophezeiung ohne schweren Verlust kundgetan haben.

Marfa Lydian geb. Answin

Die Frau von Barcel und Mutter von Kelodean und Jana. Sie weiss sehr viel über Gifte, Kräuter und Heilkunst. Und nur selten sieht man sie nicht im riesigen Garten des Konzils. Sie ist bei den Schülern sehr beliebt, weil sie für ihre Sorgen Verständniss aufbringt und schon so manchen vorm Verweis von der Schule bewahrt hat. Außerdem ist sie Dozent in der Heilmagie und die sanfte aber strenge Stimme des Rates wenn die Konfrontationen mal wieder kein Ende nehmen wollen. Sie liebt ihren Mann sehr und war sehr betrübt als Kelodean verschwand. Doch richtet sie ihre kraftvollen Hände lieber in Richtung Zukunft als in die Vergangenheit zu weilen. Sie war sehr glücklich das Kelodean wieder aufgetaucht ist, den sie verloren glaubte. Doch ist sie sehr betrübt, dass es Barcel nicht gelungen ist ihn mit nach Hause zu nehmen. Auch hat sie die Veränderung in Kelodeans Herz gespürt und fragt sich was den einst stillen und schüchternen Jungen so gewandelt hat. Doch Kelodean schien sich ihrem scharfen Blick zu entziehen und schien ein persönliches Gespräch zu meiden. Der unerbittliche Ernst in seinen Augen der nicht zum einem jungen Mann passen will bereitet ihr Sorgen. Doch sie wird schon noch herausfinden was das Herz ihres Jungen bewegt.

Arkon Ruhrac

Der wohl härteste Rivale von Barcel Lydian ist Arkon Ruhrac. Sie sind von alters her Rivalen und kämpfen beide um die Vorherrschaft in der Akademie. Er hat nach seiner Ausbildung zum Adepten im Konzil viele Länder besucht und weiß noch heute so manche nervenzerreissende Geschichte zu erzählen. Auch hat er eine Zeitlang als Kampfmagier im Heer Engoniens gearbeitet. Er heirate nach seiner Rückkehr Viora Answin, die ältere Schwester Marfas und bekam ein Kind mit ihr, der auf den Namen Thom hört. Er unterrichtet Elfisch, Zwergisch und Orkisch. Die harten Selbstverteidigungskurse die er gibt sind berüchtigt und so manchem unkonzentrierten Schüler musste auffallen, dass der etwas in die Jahre gekommene Arkon seinen Stab meisterlich zu führen versteht. Nebenbei weist er die Adepten in die Kampfmagie ein. Es wurmt Arkon, dass die Lydians die Vorherrschaft im Konzil haben und hat beschlossen das demnächst zu ändern…

Viora Ruhrac geb. Answin

Die Gemahlin Arkons beschäftigt sich mit der Schutzzauberei. Sie ist etwas verschlossen, doch ihre Kurse in Lesen&Schreiben, Geometrie und Ettikette sind beliebt. Sie ist Mitglied des Rates und manchesmal verbündet sie sich mit ihrer Schwester wenn es ihr mal wieder zu bunt läuft. Sie unterstützt natürlich eher die Seite ihres Gemahls und so manche Intrige haben sie zusammen erdacht. Sie ist ihrer Schwester herzlich zugetan, mag aber Barcel nicht. Sie konnte nie verstehen warum ihre Schwester ihn geheiratet hat. Viel Einfluss im Rat hat Viora aber nicht.

Jana und Thom Ruhrac

Seit kurzem verheiratet sind Jana Lydian und Thom Ruhrac. Sie ist noch in der Ausbildung zur Adeptin wobei er sie schon abgeschlossen hat. Sie sind einander innig zugetan und seltsamerweise stellte sich keine der Familien gegen die Verbindung. Was die beiden aber nicht sonderlich gestört hätte.