Voranenburg

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Allgemeine Informationen
Name Voranenburg
Art Grafschaft im Caldrischen Imperium
Wappen/Impression
Das Wappen von Voranenburg
Hintergrundinformationen
Graf von Voranenburg Heinrich von Voranenburg
Vollständiger Titel Graf von Voranenburg

Wichtige Personen

Gräfliche Familie

  • 
Graf Heinrich von Voranenburg &
 Gräfin Katharina von Voranenburg

  • Erbgraf Rutger von Voranenburg
  • 
Herr Gerlach von Voranenburg, Hauptmann der gräflichen Garde
  • 
Herrin Irmgard von Voranenburg, Ritterin im Orden des hl. Tior
  • 
Herrin Agnes von Voranenburg
  • 
Flamen Magnus Solis Alamariani Damian und 
Amabilis Leonie Talen

Baronie Feuerklinge

  • 
Baron Gorix von Feuerklinge, Vizekanzler der Ayd'Owl und Baronin Svenja von Feuerklinge, Ricke der Nedra
  • 
Herr Vanion Bachlauf aus Roquefort, Ritter Voranenburgs



Geschichte


Die Geschichte der Grafschaft Voranenburg lässt sich bis vor die Zeit Jeldriks zurückverfolgen. Wie viele Schriften aus der damaligen Zeit sind auch die ursprünglichen Lehensbriefe und Urkunden verschollen. Nichtsdestotrotz deuten sowohl Alter wie auch früheste Korrespondenz darauf hin, dass Voranenburg bereits vor dem ersten Brüderkrieg eine der größeren Lehen im Herzogtum Hanekamp war. Man sagt, dass die Voranenburger Verwalter und Richter im früheren caldrischen Imperium gewesen sind, die nach der Zeit Hargards des Frevlers von Illea II. mit der Verwaltung eines festen Stücks Land (dem heutigen Voranenburg) betraut wurden um Stabilität ins Reich zu bringen.


Die Voranenburg selber wurde während des Kampfes mit den Nekanern belagert und teilweise geschliffen. Die nachfolgenden Generationen mussten das schwere Erbe dieses Krieges tragen und nahmen zur Wiederherstellung ihres Lehens unter anderem hohe Kredite bei den eigenen Baronien auf, deren Existenz die Macht Voranenburgs schmälerten. Das Voranenburger Geschlecht war erst im zweiten Jahrhundert nach Jeldrik wieder in der Lage, langsam seine alte Macht zu erlangen. Der Vater des jetzigen Grafen musste noch wegen der Anzahl Gardisten seiner Barone juristische Auseinandersetzungen vor dem Senat gegen ebenjene führen. 
Es ist also kaum verwunderlich, dass Voranenburg sich im Gegensatz zu anderen Adeligen Caldriens zurückhielt, als 250 n. J. die Grenzen Engoniens gen Süden wieder geöffnet wurden. Der einzige Voranenburger, der zu dieser Zeit Reisen ins Ausland begann, war Answin von Voranenburg, ein junger Neffe von Graf Heinrich, als Knappe Barad Konars. Erst mehrere Jahre später, kurz vor der Machtergreifung Konars und nachdem sowohl sein Lehensherr als auch andere Hanekamper adelige Kinder in ausländischen Kriegen verloren hatte, schickte das Haus Voranenburg einen eigenen Vertreter in die Welt außerhalb Engoniens.


Die Zeit unter Barad Konar erlebte die Grafschaft Voranenburg als Vasall Konars, da ihr Lehnsherr sein Knie vor Konar gebeugt hatte. Der Kampf gegen den Widerstand wurde von Voranenburg an der Droor ausgefochten, gegen die Truppen der Königin. Dieser Kampf zog sich über mehrere Jahre ohne klares Ergebnis hinweg, in dieser Zeit verstarb auch der einzige Bruder des Grafen, der Vater des jungen Answin, an einer unglücklich entzündeten Wunde, die er sich im Kampf mit Rittern der Königin zugezogen hatte. Danach ernannte Heinrich endgültig seinen ältesten Sohn Rutger zum Erbgrafen. Voranenburg selber blieb während der gesamten Zeit von großen Kampfhandlungen verschont, im Gegensatz zu Ahrnburg, das aufgrund von Brandschatzung und Plünderung verarmte. Auch die letztlichen Verluste an der Droor waren vergleichsweise gering.


Der jüngste Sproß des Hauses von Voranenburg, Flamen Damian, kam nach dem Tag des Wolfes als Vertreter des Widerstands zu seinem Haus zurück und legte Zeugnis ab über die Geschichte Konars und über dessen verräterische Handlungen. Voranenburg erklärte daraufhin seinen Lehenseid an den Herzog und Konar für ungültig und schloss sich wenige Wochen vor der Ausrufung des Pilgerzugs dem Widerstand an. Der Pilgerzug, der das kommende Jahr von Brega aus durch Ahrnburg bis vor die Toren Engonias zog, focht seine Kämpfe sämtlich südlich von Voranenburg, im Lande des Herzogs aus. Im Nachgang der Eroberung Engonias konnte Voranenburg sich der Treue der Baronien Sinerra und Pfauengrund vergewissern. Zwar erneuerte Heinrich seinen Lehenseid an den Herzog bereits während des Pilgerzugs, aber nach dem Tod Konars war Voranenburg eine der reichsten und damit mächtigsten Lehensmänner des Herzogs.


In den Jahren nach Konar hielt sich das Haus Voranenburg wieder in der sichtbaren Diplomatie zurück. Graf Heinrich schien mit dem Status Quo zufrieden zu sein und ließ seinen umtriebigen Sprössling Damian das Haus Voranenburg vertreten. Im Jahr 266 n.J. jedoch, fast fünf Jahre nach dem Fall Konars, geriet Voranenburg wieder in den Fokus der Aufmerksamkeit, als in der führerlosen Baronie Feuerklinge der spätere Großinquisitor Kelos mit Abenteurern aus dem Umfelde des Grafensohnes Damian aneinandergeriet. Im Nachgang kam es unter anderem zu einer Anklage des damaligen Vizekanzler Gorix Feuerklinge am Hofe des Herzogs. Da die Inquisition unter anderem Damian als Verräter ins Auge fassten, der Herzog jedoch eindeutige Offerten in Richtung Inquisition machte, kühlten sich die Beziehungen zwischen Lehensherr und Lehensmann deutlich ab. Der vorläufige Höhepunkt war die Krönung des am Herzogshof angeklagten Gorix Feuerklinge zum Baron von Feuerklinge im Jahre 267 n. J. 



Beschreibung

Die Grafschaft und die Stadt


Voranenburg ist eine typisch südcaldrische Grafschaft: Reiche Felder, breite Flüsse und ein angenehmes Klima. Als eine der zentral gelegenen Gegenden Engoniens führen mehrere Binnenhandelsrouten durch Voranenburg, insbesondere die so wichtigen Routen von Tangara zu den Hochseehäfen in Nordcaldrien. Voranenburg hat wie die meisten engonischen Ländereien wenig Zugang zu Bodenschätzen wie Eisen oder Edelmetallen, weswegen auch hier hauptsächlich die Ritterschaft schwere Rüstungen besitzen. 
Der typische Voranenburger Bürger ist götterfürchtig, aber nicht allzu abergläubig. Durch den langen Frieden, auch zu unruhigen Zeiten im Rest Engoniens, ist die Bevölkerung Voranenburgs relativ wohlhabend, aber auch am steten Wachsen. Insbesondere im Voranenburger Kernland ist man jedoch Neuerungen eher skeptisch gegenüber eingestellt und bevorzugt althergebrachtes. 
Die Stadt Voranenburg ist für caldrische Verhältnisse eine mittelgroße Stadt. Sie hat einige tausend Einwohner, mit großen Märkten und zahlreichen Gasthäusern für Händler und Reisende. Die Stadt ist um den alten Stammsitz, die Voranenburg, gewachsen, welche auf einem Hügel inmitten der Stadt liegt. Die Burg ist heute nicht nur der alte Bergfried, sondern hat in den letzten Jahrhunderten mehrere Nebengebäude erhalten. 
Der alte Graft sieht wie viele Caldrier Alamar als seinen hauptsächlichen Schutzpatron, aber opfert auch immer noch dem gesamten alten Götterbund. Jeldrik wird in der einfachen Bevölkerung nach wie vor als Heiliger verehrt, nur in den Engonia nächsten Gebieten Voranenburgs konnte sich der Glaube des Jeldrikenordens durchsetzen. Nach den Ereignissen des Pilgerzugs und der zunehmenden Verbreitung anderer Kulte in Engonien wurden auch in Voranenburg verschiedene Tempel jenseits des Götterbundes gegründet, aber noch in geringer Zahl. Zu erwarten ist, dass durch die Berufung des neuen Barons von Feuerklinge insbesondere der Askar- und Nedrakult stärker in Voranenburg verbreitet. 
Voranenburg besitzt eine stattliche Anzahl von Waffenmännern und Gardisten. Im letzten Jahr wurde die stehende Garde der Grafschaft verstärkt und Gerlach von Voranenburg, der Bruder des Erbgrafen, zum Hauptmann ernannt. Graf Heinrich verwendet seit mehreren Monaten mehr Geld und Aufmerksamkeit auf die Stärkung seiner Truppe und den Aufbau verlassener Forts insbesondere an seiner südlichen Grenze. 



Ad personam: 
Heinrich und Katharina


Während der Graf üblicherweise das sichtbare Gesicht des Hauses Voranenburg ist, so ist seine Frau nicht weniger rührig. Beide haben eine ritterliche Ausbildung genossen und den Ritterschlag erhalten. Der Graf ist mit den Geschichten der jahrhundertelangen Demütigung durch Schulden und das mehrfach nur knapp vermiedene Absinken in die Bedeutungslosigkeit aufgewachsen und ist bestrebt, sein Haus nicht wieder diesem Absturz zu überantworten. Zeit seines Lebens haben beide durch eine aktive Heiratspolitik ihre Lehensmänner an sich zu binden und ihre Stellung zu stärken, aber sind selten vordergründig aktiv geworden. Das Grafenpaar schätzt die eigene Familie als sehr hochwertig und die sonst so kühle und staatsmännische Fassade der beiden fällt, wenn man ihre Kinder verbal oder tätlich angreift. In den letzten Jahren hat sich insbesondere der Graf einen Ruf als geschickter Taktierer gemacht und er scheint in den ihm verbliebenen Jahren bereit zu sein, ein größeres Risiko für den Machtzuwachs seiner Familie einzugehen. 
Heinrich ist im Jahre 206 n. J. geboren, Katharina im Jahre 207 n. J. Beide wurden im zarten Alter von 8 bzw. 7 Jahren einander vorgestellt und ihre Ehe vereinbart.

Katharina stammt aus einer weiten Seitenlinie der Sangenwaldes und ihre Ehe war das Ergebnis der Vermittlung der Mutter der damaligen Herzogin. Beiden merkt man auch im Alter noch an, dass sie erfahrene Krieger sind und sie frönen weiterhin morgendlichen Waffenübungen.



Die Grafenkinder

Rutger hat das staatsmännische Auftreten seines Vaters geerbt, aber nicht das Temperament seiner Eltern. Im Vergleich zu seinen Eltern wirkt er geradezu kühl, aber wer ihn besser kennenlernt, merkt, dass er nur ausgesprochen zurückhaltend ist. Rutger ist mit der zweiten Tochter des Barons von Sinerra verheiratet, welche bisher zwei Kinder geboren hat. Im Gegensatz zu Rutger, der bereits als Kind zum Ritter ausgebildet wurde, konzentriert sich seine Frau auf das edle Parkett und betätigt sich insbesondere als Kunstgönnerin.

 Gerlach ist das zweite Kind der Grafenfamilie und wie viele Zweitgeborene hat er eine duale Ausbildung genossen: Nach seiner ritterlichen Ausbildung hat er sowohl bei seinem Onkel das Handwerk eines Waffenmeisters und Gardehauptmann erlernt als auch bei seinem Vater staatsmännische Fähigkeiten, sofern seinem Bruder etwas zustoßen sollte. Gerlach verlor vor einigen Jahren im Kampf für seine Familie und gegen Lupus Umbra beinahe seinen Schildarm und nur der Alamarsegen seines kleinen Bruders verhinderte das. Danach wurde Gerlach deutlich ruhiger und bedachter und viele Kampfgefährten berichten davon, dass er heute eher Eiswasser als Tiorsfeuer im Blut hat. Nachdem Gerlachs erste Frau, eine Ritterin aus einer Seitenlinie des Hauses Ahrnburg, bei der Sturzgeburt ihres dritten Kindes verstarb, heiratete er nicht wieder.



Irmgard ist das dritte Kind der Grafenfamilie und sollte eigentlich als solche einen geistigen Weg beschreiten. Doch schnell wurde klar, dass sie vom Temperament her nicht geeignet schien, in den Dienste Alamars einzutreten, vom ganzen Wesen her war sie das Kind ihrer Eltern, temperamentvoll und wild. So war es nur natürlich, dass sie sich zu Tior hingezogen fühlte, auch wenn ihrem Vater das wilde, dunkle Wesen des alten Tiors nicht zusagte. In diesem Gedanken wurde sie von ihrem Vater zum Orden des Lupus Umbra geschickt. Zwar war Irmgard viel zu ungestüm, um von Savart korrumpiert zu werden, aber sie war auch zu sehr ihrer Familie verbunden, um eine gute Versicherung für Konar zu sein, als dieser den Lupus Umbra wieder übernahm und sich zum Kaiser krönte. Konar verheiratete Irmgard mit einem treuen Offizier und entließ sie ehrenhaft aus dem Lupus Umbra, was die Grafenfamilie nichtsdestotrotz erzürnte. Nachdem ihr Ehemann Georg beim Angriff auf ihre Familie von ihrem jungen Bruder erst mit übernatürlichem Feuer gezeichnet und dann der Königin überstellt wurde, erklärte ihr Vater ihre Ehe für nichtig. Irmgard verbrachte danach mehrere Monate in Voranenburg, schloss sich aber bei der Belagerung Engonias den gräflichen Truppen an und lernte dort den späteren Ordensmeister Kassos kennen. Nach der Gründung des Tiorsordens trat sie dort ein und wurde Ordensritterin.



Agnes, das vierte Kind der Grafenfamilie, ist sowohl ihren Eltern als auch ihren Geschwistern sehr unähnlich. Im Gegensatz zur restlichen Familie ist sie mit Lavinias Gaben reich beschenkt. Gemüt und Temperament hätten beinahe dazu geführt, dass sie Laviniapriesterin wurde, aber sie fand nie einen rechten Zugang zum kontemplativen Gebet. Ihre Mutter nahm sich daraufhin persönlich der jungen Agnes an und bildete sie zur Ritterin aus, was der jungen Grafentochter deutlich schwerer fiel als ihren Geschwistern. Nach ihrem Ritterschlag heiratete Agnes den Bruder des Barons von Sinerra, einen klugen und gebildeten Mann. Da ihr Mann als Geheimrat auch Berater des Grafen ist, verbringt sie und ihre Familie die meiste Zeit im Stammsitz der Voranenburger.



Damian, das jüngste Kind der Familie, wurde früh von seinen Eltern für die Aufnahme in ein Alamarkloster bestimmt. In dem Alter, wo andere Kinder Pagen wurden, wurde er Akolyth in einem Middenfelser Alamarkloster, das er nach abgeschlossener Ausbildung als Novize verließ. Auf Drängen seiner Familie führte er seine Ausbildung in Engonia fort und wurde dort nach kurzer Zeit auch zum Gesandten des Senats für innercaldrische Belange berufen. Relativ bald kreuzten seine Wege die der späteren Anführer des Widerstands und er nahm in den folgenden Jahren an mehreren entscheiden Ereignissen in Engonien teil. Inzwischen ist er als Hohepriester Alamars häufig in Voranenburg selber, wenn er nicht auf Reisen ist. Im Jahre 267 n.J. heiratete er die Laviniapriesterin Leonie Talen, die einzige Ehe der Familie, die nicht auf politische Gründe zurückzuführen ist.



Das Wappen


Voranenburg führt eine silberne Waage auf grünem Grund, mit einem mit Zinnen begrenzten goldenen Band im oberen Drittel. Die Waage symbolisiert die Zugewandtheit Voranenburgs zu Recht und Gerechtigkeit, die silberne Farbe soll dabei noch stärker die Ehrlichkeit und Weisheit betonen. Als fruchtbares Kernland Caldriens soll der grüne Grund sowohl die Gesundheit des Landes betonen, aber auch die Freiheit von allzugroßen Zwängen bezeugen. Die Zinnen symbolisieren sowohl die Notwendigkeit als auch Bereitschaft, diese Gesundheit und Freiheit zu verteidigen. Das goldene Band steht dabei für Respekt und Tugend, in diesem Fall Respekt vor der göttlichen Ordnung und Tugendhaftigkeit im Befolgen ihrer Gebote.