Über das Land

Die Engonien-Karte, koloriert von Swantje S.

Engonien ist ein Land mit reichhaltiger Geschichte, intime wie outtime.

Den Verein gibt es seit 2001, darum ist es nicht verwunderlich, dass sich der bespielte Hintergrund mit den Jahren verändert. Die ursprünglichen Ideen und Inspirationen wurden von neuen Spielerinnen und Spielern aufgenommen und veredelt, manches ist entschlackt worden, anderes hinzugekommen.

Auch haben immer wieder Conreihen stattgefunden, in deren Verlauf die politische Landschaft Engoniens umgeworfen wurde. So ist das alte Caldrische Imperium, das bis vor 250 Jahren bestand hatte, durch das Engonische Kaiserreich unter Kaiser Jeldrik abgelöst worden. Doch Jeldrik ist vor ungefähr 100 Jahren verschwunden, die einen sagen, entrückt, die anderen sagen, zum Gott geworden.

Von diesem Zeitpunkt an hat der Senat im Namen des Kaisers die Reichsgeschäfte geführt, bis vor ungefähr 20 Jahren der Ursurpator Barad Konar auftauchte. Er festigte und mehrte seine Macht, bis er sich selbst zum Kaiser ausrief, und herrschte mit eiserner Faust über das Reich. Es kam zum Krieg, und erst im Jahre 261 n.J. (also 2011) gelang es dem engonischen Widerstand, in einem gewaltigen Pilgerzug den falschen Kaiser zu entmachten.

Heute ist das Land fern von früherem Glanz. Das Kaiserreich existiert nicht mehr, und kleinere Nationen belauern einander misstrauisch. Oben, im Norden, herrscht Königin Loenna von Donnerheim über das klein gewordene Caldrien. Der Herzog von Hanekamp und der Fürst von Middenfelz weigerten sich nach dem Krieg, ihre Lehnseide gegenüber der Königin zu erneuern, und herrschen nun ihrerseits über ihre Fürstentümer.

Im Südwesten liegt das bäuerliche Tangara, eine Gegend, reich an Geld, doch arm an Truppen. Im Nordosten kämpfen die Stämme des freien Andarra gegen die Besatzungsmacht aus Valkenstein, die für ihre Hilfe im Krieg durch königliches Dekret die Provinz Reichsfeld auf andarranischem Gebiet erlangten und noch heute dort leben.

Und dann, ganz im Osten, liegen die tiefen und dunklen Wälder des urtümlichen Silvanajas. Dort gibt es Barbaren, groß wie anderthalb Männer, Nomaden wie sesshafte gleichermaßen, und sie interessieren sich wenig für die Geschickte außerhalb ihrer Wälder.

Und kommst du, Reisender, nach Engonien, so wird man dich willkommen heißen – aber bringst du Übel mit, dann sei gewarnt: Die Engonier sind stolz und wehrhaft, und nicht leichtfertig sollst du ihren Zorn erwecken.